Umweltbelastungen

“….. als ob es sich um eine Todeszone handeln würde. Das Areal liegt nicht direkt an, sondern im Nahbereich der Autobahn….” (Bgm.Dr.Linhart)

Danke Herr Bürgermeister für die Aufklärung. Jetzt werden viele Brunner Eltern, welche ihre Kinder zukünftig in diesen Kindergarten schicken müssen, viel beruhigter sein, wenn ihre Kinder nur 5om von der Außenringautobahn spielen müssen, dass dies nicht direkt an, sondern nur im Nahbereich von 72.000 Autofahrten täglich liegt. Da können diese besorgten Eltern gleich ruhiger schlafen!

Da wir von “brunnonline” uns einerseits nicht auf so ein Diskussionsniveau begeben wollen und uns aber andererseits vor allem das Thema Gesundheit unserer Kinder, als verantwortungsbewusste Eltern am Herzen liegt, lassen wir hier einfach nur die Fakten für sich sprechen. Machen sie sich selbst ein Bild!

1. Luftschadstoffe

Der Bau des geplanten Kindergartens liegt nur rund 50 Meter von der Außenringautobahn A21 (E60) – einer der am stärksten befahrenen Straßenabschnitte Österreichs – entfernt. Täglich fahren hier über 72.000(!) Fahrzeuge – ein Großteil davon internationaler Schwerverkehr.

KFZ-Schadstoffe in der Luft und im Abwasser wie die Schwermetalle Zink, Eisen, Blei, Cadmium dazu Feinstaub, Stickoxide, Ruß, Öle, Phenole, PAK usw. beeinträchtigen die Gesundheit der Kinder erheblich.

In einer Studie der WHO (1999) wurde festgestellt, dass in Österreich, nach konservativen Schätzungen, etwa 2.400 Todesfälle pro Jahr auf Luftverschmutzung durch den Straßenverkehr zurückzuführen sind. Damit sterben mehr als doppelt so viele Personen an verkehrsbedingten Luftschadstoffen wie bei Verkehrsunfällen.

Kinder leiden unter der Schadstoffbelastung noch stärker als Erwachsene. Das Atemvolumen bezogen auf das Körpergewicht ist bei Kindern im Vergleich zu Erwachsenen deutlich größer. Laut WHO führt die Schadstoffbelastung durch den Kfz-Verkehr in Österreich pro Jahr zu 21.000 zusätzlichen Fällen von Bronchitis und 15.000 zusätzlichen Asthma-Anfällen bei Kindern, bei den über 15-jährigen etwa 2.700 Fälle von chronischer Bronchitis sowie 40.000 Asthmaanfälle. In den 52 europäischen WHO-Staaten sind jährlich bis zu 13.000 Todesfälle bei Kindern im Alter von bis zu vier Jahren auf die Feinstaubbelastung in der Außenluft zurückzuführen

Zur Information: Eine Studie der Medizinischen Universität Wien zeigt, dass die hohe Feinstaubbelastung in Österreich zu mehr Todesfällen und zu einem starken Anstieg von Atemweg- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt. Laut Umweltbundesamt verkürzt der Feinstaub die Lebenserwartung beispielsweise in Graz um 17 Monate.

Schwermetalle sind extrem gesundheitsgefährdend: Cadmium etwa kann zu Apathie, Immunschwäche, Nierenschäden, Gliederschmerzen und Skelettverformungen führen. Bei hoher Dosis wirkt Cadmium sogar tödlich. Blei wiederum wird durch das Blut in Nieren, Knochen und Nervensystem transportiert. Es wirkt hemmend auf die Nerventätigkeit und kann bei Kindern im Mutterleib Intelligenzdefekte hervorrufen.

2. Bodenschadstoffe

Die ehemaligen Schrebergärten gehörten früher zum Areal der Heeresbekleidungsanstalt (HBA). Das komplette Areal der derzeitigen HBA ist als Verdachtsfläche im Verdachtsflächenkataster des Umweltbundesamtes eingetragen und liegt nur knapp 10 Meter entfernt.

Ebenso waren die Grundstücke nördlich der HBA (Vesperkreuzstraße, Grenze zu Perchtoldsdorf), welche nur rund 20 Meter vom geplanten Kindergartenareal entfernt liegen, Teil dieser Anlage (Barackenlager). Auch hier wurden bei Bodenproben (April 2007) „erhebliche Belastungen des Bodens durch PAK (Polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) festgestellt“. „Durch diese Kontamination des Erdreichs sind weder häufiges Kinderspiel, noch Nutzpflanzenanbau oder Grabarbeiten unter 10cm empfehlenswert“ hieß es damals.

Obwohl der Gemeinde Brunn ein Gutachten, ebenfalls aus dem Jahr 2007, vorliegt indem schon bei Oberflächenuntersuchungen des Bodens am geplanten Standort Hanuschgasse wörtlich zu lesen ist Prüfwerte gem. ÖN S 2088-2 „Lebensraumfunktion“ werden bei den Parametern Antimon und PAK 16 überschritten“ ,wurden bis heute keinerlei weiterführende Untersuchungen durchgeführt. Stattdessen ist dort sogar ein „Generationenprojekt“ geplant, wo zusätzlich noch Jungfamilien und Senioren angesiedelt werden sollen!

Zur Information: PAK (Polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) führen nach inhalativer Exposition (Atmung) zu Lungenkrebs, nach dermaler Exposition (Berührung) zu Hauttumoren und sind auch nach oraler Exposition für den Menschen krebserzeugend (Quelle: AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH).

UND IN DIESEM UMFELD SOLLEN  UNSERE KINDER AUFWACHSEN, JUNGE FAMILIEN ANGESIEDELT WERDEN BZW. ÄLTERE PERSONEN IHREN LEBENSABEND VERBRINGEN!

“….. als ob es sich um eine Todeszone handeln würde. Das Areal liegt nicht direkt an, sondern im Nahbereich der Autobahn….” (Bgm.Dr.Linhart)