Standortfrage

“MIR FÄLLT NICHTS BESSERES ALS EIN KINDERGARTEN DORT EIN….”

Dies ist die Aussage eines Brunner Gemeinderates zur Standortwahl Hanuschgasse! Sind das die fundierten Analysen und Konzepte wie heutzutage in Brunn Entscheidungen getroffen werden?

Ist von den Brunner Verantwortlichen wirklich nicht mehr zu erwarten? Vielleicht sollte man hier kurz erwähnen, dass nicht ein Projekt zu einem bestehenden Standort gesucht wurde, sondern ein Standort für einen Kindergarten! Hat sich das innerhalb der Gemeinde noch nicht herumgesprochen? Man zweifelt ernsthaft daran, wenn man solche Aussagen hört.

Wie geht man normalerweise an ein Problem heran? Zuerst die Analyse des Problems, dann mögliche Lösungsansätze, danach die Konzeptionsphase, dann die Projektierung und danach erst die Realisierung. Und wie werden in Brunn die Probleme gelöst? Kann es sein, dass hier einfach ganz locker ein Paar Punkte übersprungen werden und einfach irgendwelche halbfertigen völlig undurchdachten Projekte realisiert werden sollen? Und das Ganze ohne Rücksicht auf die Gesundheit unserer Kinder, ohne Rücksicht auf die Anrainer und ohne Rücksicht auf die Betroffenen, die dort einmal leben sollen? Hat die Gemeinde nicht schon genug Steuergelder in nicht realisierte Projekte gesteckt? Und wieder die Frage: Wie lange kann es sich Brunn wirtschaftlich noch leisten weiter so vorzugehen?

Um auf die Standortfrage des Kindergartens zurück zu kommen: Laut Aussage der ehemaligen Bürgermeisterin Frau Markowitsch vom 19.5.2009, wurden nach dem Goldtruhen-Entscheidungs-Desaster 8(!) Alternativstandorte seitens des Brunner Bauamtes ausgearbeitet. Dabei war auch der Standort Hanuschgasse. Und was meinte der derzeitige Bürgermeister Dr. Linhart zum Standort Hanuschgasse?

“Eher ungünstig von der Lage her ist das Gemeindegrundstück an der Ortsgrenze zu Perchtoldsdorf. Es muß zwar nicht mehr angekauft werden, ist jedoch vom Haupteinzugsgebiet für einen neuen Kindergarten – die neuen Siedlungsgebiete östlich der Bahn – relativ weit entfernt und kann von diesem nur mittels PKW über das Ortszentrum erreicht werden.”

Danke Herr Bürgermeister – endlich jemand der mitdenkt und mit dem ersten Schritt der Problemlösung beginnt: der Analyse. Aber was beschließt dann genau dieser Bürgermeister? Den Standort Hanuschgasse! Noch dazu, wo dieser Standort in einer Reihung aller möglichen Standorte auf deren Eignung nur an vorletzter Stelle gereiht wurde? Welche neuen Erkenntnisse wurden uns da verschwiegen?  Explodierende Geburtenzahlen in den Einfamilienhäusern Hanuschgasse? Oder etwa unterirdische Großbauprojekte für Jungfamilien, weil an der Oberfläche ja schon alles verbaut ist? Oder wurde hier etwa ohne Standortanalyse, ohne Verkehrskonzept, ohne Bedarfserhebung, ohne Schadstoffprüfung, ohne geprüft zu haben ob überhaupt eine Notwendigkeit in dieser Gegend vorhanden ist und ohne die Bevölkerung auch nur in irgendeiner Art und Weise in den Entscheidungsprozess einzubinden entschieden? Kann ja wohl nicht sein, oder?

Wir leben im Zeitalter Geographischer Informationssysteme – d.h. mittels bestehender Daten und einfachster Computersimulation kann man mit unwahrscheinlicher Genauigkeit sehen wo welche Altersklasse der Bevölkerung lebt, wo wie viele Familien zuziehen und somit auch vorhersagen wie und wo sich die Bevölkerung in den nächsten Jahren entwickeln wird. Diese Informationssysteme sind heutzutage schon Standard bei allen möglichen Entscheidungsprozessen.

Doch selbst wenn man diese GIS-Daten nicht verwenden will, gibt es eine ganz einfache Möglichkeit zur Entscheidungsfindung: EINFACH DENKEN!

Das hat 3 Vorteile:

1. Es tut nicht weh.

2. Es kostet nichts und

3. Es kann der Gemeine viel, viel Geld sparen helfen

Womit wir wieder am Anfang des Artikels wären:

“MIR FÄLLT NICHTS BESSERES ALS EIN KINDERGARTEN DORT EIN….”